Die DFH Deutsche Fertighaus Holding AG hat im Geschäftsjahr 2017 erneut einen Umsatzrekord aufgestellt. Mit ihren Marken massa haus, allkauf, OKAL und der Ende 2017 eingestellten Vertriebslinie Ein SteinHaus erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 542 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der realisierten Eigenheime nahm im vergangenen Geschäftsjahr um 214 Häuser oder 7 Prozent auf insgesamt 3.091 Häuser zu, die Gesamtzahl der im Konzern zum Jahresende beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich um 148 Beschäftigte auf 1.513 Mitarbeiter.

Immer mehr Baufamilien in Deutschland entscheiden sich für ein Fertighaus. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise von Januar bis Dezember 2017 um 5,5 Prozent auf 20.104 Häuser. Demgegenüber steht ein Rückgang um 4,7 Prozent auf 101.899 Einheiten bei den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser insgesamt. Der Anteil des Fertigbaus am Markt für Eigenheime konnte somit gegen den Trend erneut zulegen, im Gesamtjahr 2017 erhöhte er sich auf 19,7 Prozent. Damit war knapp jedes fünfte in Deutschland gebaute Familienheim im vergangenen Jahr ein Fertighaus.

DFH wächst schneller als die Fertighausbranche

Wie der Umsatzzuwachs und das Plus bei der Zahl der gebauten Häuser zeigen, hat sich die DFH-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2017 besser entwickelt als der Gesamtmarkt für Fertighäuser. Bezogen auf die verkauften und gebauten Einheiten ist die DFH-Gruppe bereits seit 2004 der größte Fertighaushersteller in Deutschland.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit mehr als 3.300 gefertigten Häusern an beiden Produktionsstandorten in Simmern und im tschechischen Nezvestice. Der bestehende Auftragsbestand sichert einen Produktionsvorlauf von mehr als einem Jahr ab. Der Umsatz soll 2018 voraussichtlich die Marke von 580 Millionen Euro erreichen.

Ausbau von Produktionskapazitäten und Musterhausnetz

Um die gestiegene Nachfrage nach nachweislich nachhaltigen, energieeffizienten Fertighäusern bedienen zu können, hat die DFH-Gruppe auch 2017 weiter in die Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten und die Verbesserung der Infrastruktur an den Standorten Simmern und Nezvestice investiert. Erhebliche Aufwendungen flossen in den beiden zurückliegenden Jahren zudem in die Ergänzung und Erneuerung des Musterhausnetzes. Das hierfür vorgesehene Investitionsvolumen für rund 40 Standorte wurde in den Jahren 2016 und 2017 nahezu vollständig ausgeschöpft.

Aufgrund der erheblichen Investitionen und des – nicht zuletzt infolge einer dritten Schicht in der Fertigung – gestiegenen Personalaufwands, aber auch infolge höherer Einkaufspreise, ging das Betriebsergebnis im Berichtsjahr auf 5,4 Millionen Euro (2016: 13,5 Millionen Euro) zurück.