Die jüngst mit dem Umweltpreis der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit ausgezeichnete DFH Deutsche Fertighaus Holding AG beteiligt sich an der Science Based Targets Initiative (SBTi) zur Begrenzung der Erderwärmung. Mit der bereits erfolgten „Commitment Letter“-Abgabe verpflichtet sich Deutschlands größtes Fertighausunternehmen dazu, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein ehrgeiziges Klimaziel zu formulieren, das im Einklang mit dem Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 steht. „Nachhaltige Häuser aus dem nachwachsenden und ökologischen Rohstoff Holz können einen wichtigen Beitrag zu einer emissionsärmeren Bauwirtschaft leisten“, erklärt Dr. Sven Lundie, Innovations- und Nachhaltigkeitsmanager der DFH.

An der Science Based Targets Initiative (SBTi) nehmen weltweit bislang 412 Unternehmen teil, 14 davon aus Deutschland – darunter beispielsweise der Versicherer Allianz, der Automobilkonzern Daimler, der Logistikdienstleister Deutsche Post DHL Group und der Handelsriese Metro AG. Aus dem deutschen Bausektor ist die DFH-Gruppe bislang das einzige Unternehmen, das sich zu den Zielen der Initiative bekannt hat. „Der Gebäudesektor ist in Deutschland für etwa ein Drittel der CO2-Emissionen sowie 40 Prozent des Endenergieverbrauchs verantwortlich“, bemerkt Lundie. „Entsprechend groß ist der Hebel für den Klimaschutz, wenn man hier die Dekarbonisierung mit nachhaltigen Hauskonzepten vorantreibt.“

Die Science Based Targets (SBTs) sind Reduktionsziele für relevante Treibhausgasemissionen, deren Berechnung auf wissenschaftlicher Basis erfolgt. Entstanden sind die Science Based Targets Mitte 2015, als sich für die Science Based Targets-Initiative die Organisationen CDP (Carbon Disclosure Project), WRI (World Resources Institute), WWF (World Wide Fund for Nature) und UNGC (United Nations Global Compact) zusammenschlossen. An der Initiative teilnehmende Unternehmen sollen ein ambitioniertes Ziel zur Einsparung ihrer verursachten Treibhausgase festlegen, das dem Bestreben des Pariser Klimaabkommens entspricht, die voraussichtliche globale Erderwärmung bis zum Jahr 2050 auf unter zwei Grad Celsius zu senken. „Das übergeordnete Ziel der Initiative ist es, trotz des stetig ansteigenden Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums langfristig Treibhausgasemissionen drastisch zu senken“, erklärt DFH-Nachhaltigkeitsmanager Sven Lundie.

Die Beteiligung an der Science Based Target-Initiative ist freiwillig, erfordert jedoch von Unternehmen wie der DFH-Gruppe mit der Unterzeichnung des sogenannten „Commitment-Letters“ ein konsequentes Bekenntnis. Mit der Erklärung hat die DFH bekanntgegeben, sich innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Science Based Target zur Verringerung der Emissionen zu setzen. Der nächste Schritt besteht jetzt darin, alle relevanten Quellen von Treibhausgasemissionen zu quantifizieren und daraus ein ambitioniertes Reduktionsziel abzuleiten. Die abschließende Anerkennung der Zielsetzung erfolgt nach einem mehrstufigen Prüfungsverfahren durch die SBTi. Diese bewertet, ob das entwickelte DFH-Reduktionsziel und die dafür notwendigen Maßnahmen in Übereinstimmung mit dem Zwei-Grad-Ziel sind.

Vorreiter im nachhaltigen Hausbau

Die DFH-Gruppe gilt als Pionier des nachweislich nachhaltigen Hausbaus für jedermann: 2013 war der Fertighaus-Marktführer der erste Baukonzern überhaupt, der im Sektor der Ein- und Zweifamilienhäuser die umfassenden Nachhaltigkeitskriterien der DGNB für eine Zertifizierung erfüllte. Inzwischen ist die Zertifizierung bei den Marken der DFH schon fast Standard, mehr als 1.500 Baufamilien der DFH-Gruppe haben für ihr Eigenheim bereits ein Nachhaltigkeitssiegel erhalten.